Ladegut selbstgemacht mit Rührstäbchen und Schaschlik-Spießen

In einem Modelleisenbahn-Forum las ich von selbst gemachtem Ladegut. Ein Vorschlag war es, sich von weithin bekannten Fastfood-Ketten die Rührstäbchen zu schnappen und diese umzuwidmen. Nun, zum Einen gehe ich selten zu diesen Ketten, wobei ich das Essen dort mag. Zum Anderen halte ich weniger davon, die Dinger im Übermaß zu „zocken“.

So entstand der spontane Gedanke mal zu schauen, was die Dinger bei welcher Menge denn neu kosten würden. Ich war doch überrascht. Warum?

Rührstäbchen aus Holz als Ladegut

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Rührstäbchen aus Holz 3000 Stück – 12,15 € (Stand 11.06.2021) Amazon-Ref-Link zu den Rührstäbchen aus Holz

Somit sind die 3000 Rührstäbchen etwas günstiger als die 1000 Stück. 5,60 € x 3 = 16,8 €.

Die liegende grüne Packung mit den Rührstäbchen aus Holz. Ein Stück der Packung ist offen. Da sind die Holzstäbchen zu erkennen.
Die Packung ist grün. Mittig steht "pure".
Kafferührstäbchen aus Holz – 1000er Packung
Der Deckel der grünen Packung mit der Aufschrift "Rührstäbchen".
Kafferührstäbchen aus Holz – 1000er Packung von oben
Die offene Packung. Von oben sind viele oben abgerundete Stäbchen zu sehen.
Kafferührstäbchen aus Holz – 1000er Packung von oben geöffnet

Wenn Sie einfach nur nach „Rührstäbchen Holz“ suchen, werden Sie schnell fündig. Da wird ein Vergleich schon etwas schwieriger. 🙂 Link zur Amazon-Suche nach Rührstäbchen (Ref-Link)

Ähnlich wurde ich von den Schaschlik-Spießen überrascht.

Schaschlik-Spieße aus Holz als Ladegut

Neben einer Wäscheklammer aus Holz liegt die große Packung mit zahlreichen Holz-Spießen. Etwas grüne Packung ist zu sehen. Dann viele viele Spieße.
Packung 1000 Stück Schaschlik-Spieße

Schaschlik-Spieße aus Holz – 1000 Stück – 6,17 € (Stand 11.06.2021) Amazon-Link zu den 1000 Stück Schaschlik-Spießen (Ref-Link)

Und man bekommt auch 100 Stück Schaschlik-Spieße für knapp 5 €. Amazon Link zu 100 Schaschlik-Spießen

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Ich wollte die Spieße und die Rührstächen möglichst günstig und viele. Dann kann ich mich auch mal „verbasteln“ oder sorgenfrei was probieren.

Was kann man daraus machen?

Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Beide zukünftige Ladegüter können allein schon als Stapel verbaut werden. Bei den Schaschlik-Spießen könnte ich mir auch Telegraphen-Masten vorstellen. Unteres Ende schwarz und als Paket verschnürt. Die Rührstäbchen befreie ich vielleicht von dem runden Ende. Dann sehen sie mehr wie Bretter aus.

Telegraphenmasten aus Schaschlik-Spießen

Nachdem die Schaschlik-Spieße ausgepackt sind, können sie gekürzt werden. Sie finden einige Beschreibungen, wie lang die in etwa sein sollten. Ich entschied mich für eine etwas zu kurze Variante. So konnte ich aus einem Spieß zwei Telegraphenmasten basteln. Die oberen Enden habe ich mit zwei groben Schnitten spitz gemacht und die unteren Enden einfach mit einem Edding schwarz gefärbt. Das war am einfachsten.

Dann fanden Tests statt, ob Tusche genügend deckt. Ja, tut sie. 🙂

Vor einen Lineal liegt ein Schaschlik-Spieß. Bei 12 cm liegt die Klinge des Cutters.
Ein erster Test. Wie lang sollen die Masten werden?
Auf der schwarzen Gummimatte liegen drei lange Schaschlik-Spieße und viele gekürzte.
Die abgeschnittenen Spieße liegen daneben.
Die gekürzten Schaschlik-Spieße
Ein Spieß ist grob gespitzt. Eher flächig, nicht rund wie ein Anspitzer.
Das obere Ende wird grob mit zwei Schnitten gespitzt.
Auf weißem Küchentuch liegen die gekürzten Spieße deren Enden schwarz sind. Einige bereits braun gefärbte Spieße liegen oberhalb zum Trocknen.
Ein Edding ist eine schnelle und einfache Möglichkeit, das schwarze Ende der Telegraphenmasten zu simulieren.
Hier verschiedene Farbvarianten der Masten. Links ein grün, sieht eher krank aus. Dann ein hellbraun, mittig schlammbraun und links das rotbraun, dass letztendlich das Rennen machte.
Farbtests mit unterschiedlichen Braun- und Grüntönen
Vor den hellen unbehandelten Masten liegen zwei fertige mit Wachs bemalte.
Ein erster Versuch mit brauner Tusche und Wachsmalstift
Ein Mast ist fleckig mit Wachs bemalt. Drei mit Wachs und Tusche. Das Wachs lässt das Braun unruhiger aussehen.
Quer dazu liegen vier nur mit Tusche bemalte Masten.
Ein dunkles Braun und dann mit einem Wachsmalstift drüber gibt ein tolles Ergebnis
Der Vergleich der Masten mit unterschiedlicher Bemalung mit und ohne Wachs.
Links nur brauner Wachsmalstift. Dann die Kombination und rechts nur Tusche. Ganz rechts wieder kombiniert

Einer meiner ersten Versuche war ein alter Wachsmalstift. Das ergibt schon eine schöne Färbung, doch die vielen hellen Stellen passen nicht. Eine Kombination aus brauner Tusche und Wachsmalstift brachte ein für mich schönes Ergebnis.

Wie schon beschrieben, war für mich das Einfachste, mit einem Edding das geteerte Ende der Telegraphenmasten zu malen. Tusche wäre auch gegangen. Edding ist schneller und muss nicht lang trocknen.

Die Tusche hat den Nachteil, dass sie nicht wasserfest ist. Beim Leimen habe ich da keine Nachteile bemerkt. Da hielt alles.

Ein Stapel Masten ist zu zwei Schichten verleimt. Etwas Leim quillt an zwei Stellen nach oben.
Geleimte und bemalte Telegraphenmasten

Drei Schichten habe ich verleimt. Das reichte mir. Aus der Märklin-Packung gibt es eine fertige Ladung in grün und nicht schräg gestapelt. Das sieht auch gut aus, bekäme ich so aber nicht hin.

Vor einem weißen Plastiklineal liegt der grüne Stapel Telegraphenmasten zu einem Paket gebunden. Die Länge ist etwas über 10 cm.
Die grünen Telegraphenmasten mit schwarzem Ende aus der Märklin-Packung

Diese Masten nahm ich zum Vorbild. Nur die Länge kürzte ich. Grün sieht zwar gut aus, passt jedoch nicht zu meinem Vorbild der Kiel-Schönberg-Bahn. Da gab es. soweit ich das herausfinden konnte, nur braune Masten.

Tusche und Wachsmalstifte für Holz

Kurz ein paar Worte zu der verwendete Tusche und zum Holz. Ja, Tusche ist nicht die erste Wahl für Holz. Sie ist nicht wasserfest. Der Leim hat sie, soweit ich das sehen konnte, nicht angelöst. Mir war wichtig, dass Tusche deutlich billiger ist, als Acrylfarbe. Da bin ich selbst bei billigen Sets schnell bei 20 € aufwärts für sehr wenig Farbe. Und Tusche ist auch für meine Tochter interessant. 😉

Ein offener Tuschkasten liegt auf der Tastatur. Im Deckel liegt ein Teil der Farben. Im eigentlichen Kasten die anderen Farben. Daneben ein Senfglas mit Wasser.
Tuschkasten mit Deckweiß in der Tube

Das war einer der günstigsten Tuschkästen bei Amazon. Ref-Link Knapp unter 5 € und kostenlose Lieferung mit Prime. Dafür brauche ich vorerst keine Acrylfarbe kaufen, mit der ich weniger gute Erfahrung gemacht habe.

Die Wachsmalstifte decken erstaunlich gut. Nicht flächig, das kann genutzt werden, wie die oberen Bilder zeigen. Ich hatte einen Kasten noch aus meiner Grundschulzeit. Endlich wurde er mal sinnvoll genutzt. 😀

Ein alter Staedtler 10 Schul Wachskreiden Kasten. Deutlich sind die Abnutzungen zu sehen. Das Cover zeigt einen malenden Jungen. Frisur und Kleidung sind 80er.

Das Cover zeigt das Alter an. Ich malte damit Anfang der 80er. Damals mit eher wenig Erfolg.

Der offene Kasten. Es liegen die 10 Wachsmalstifte drin. Teils schon etwas getrocknet.
Die Wachsmalstifte

Mit den Wachsmalstiften habe ich unter anderem auch die Unterlage für die Kohle gemalt. Ein Edding geht da auch.

Kaffeerührstäbchen aus Holz als Ladegut

Die 3000 Kaffeerührstäbchen werde ich wohl nicht mehr verbrauchen. Nach etwas messen, kürzte ich sie passend für meine Piko-Niederbordwagen.

Kaffeerührstäbchen neben dem Piko Niederbordwagen

Nach einer kurzen Überlegung kürzte ich so, dass ein Ende lang blieb und eines eben nur so knapp, dass das Stäbchen nicht mehr rund war. Somit konnte ich die längeren Enden noch weiterverwenden.

Erste Liegeprobe des zukünftigen Ladegutes

Schnell hatte ich die Breite und die Zwischenbretter für den Abstand raus und konnte Leimen.

Joa, beim Leimen und dem Lineal da drauf für das Gewicht klebt schon mal was fest.

Die einzelnen Schichten habe ich verleimt und dann mit dem Lineal abgedeckt. Auf das Lineal kam das Gewicht. Meist der Karton mit den Rührstäbchen. Ab und an klebte das Lineal dann fest. 😀

Fertig geleimter Stapel

Die Bretter für den Abstand habe ich bewusst teils etwas länger gelassen. Das sieht dann echter weil unregelmäßig aus. Die oberste Schicht habe ich so ausgewählt, dass verschieden farbige Brette dort liegen. Die Farben der Stäbchen variieren schon von hellbraun bis fast grau. Das kann genutzt werden. 🙂

Ein Stapel Holzbretter auf einem Niederbordwagen.
Das Ergebnis auf dem Niederbordwagen von PIKO

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Stapel aus dünnen Brettchen macht sich gut auf dem langen Niederbordwagen von Piko. Hier sieht man auch, dass einige Zwischenbrettchen etwas länger sind. Auch das sieht stimmig auf.

Aus den kurzen Abschnitten habe ich spontan Paletten gebaut.

Einfache Palette aus kurzen Holzstäbchen
Die einfache Palette von unten mit Leim

Wenn diese kleinen Paletten dann mit einigen Fässern bestückt werden, sieht das bestimmt gut aus.

Zum Schluß ein Farbtest mit den Rührstäbchen und Tusche.

Kaffeerührstäbchen aus Holz mit verschiedenen Farben aus dem Tuschkasten bemalt

Passt. Sieht gut aus. Deckt gut. Nun brauche ich nur noch Ideen, was man damit alles bauen kann. 🙂

Deko für Holzhandel oder Sägewerk

In einer Modellbahn-Zeitung sah ich ein Bild von den oben gebauten Holzstapel. Nicht als Ladegut, sondern als schmalerer Holzstapel in einem Sägewerk. Das wollte ich auch nachbauen und so kam es zu dem etwas schmalerem Stapel der folgenden Bilder.

Oben liegt ein erster Stapel mit drei Lagen Holzstäbchen. Davor gekürzte Brettchen und die ganz kurzen Enden. Holzleim und der Cutter liegen daneben.
Schnell sind die Rührstäbchen zurecht geschnitten
Drei Brette nebeneinander viele übereinander. Fertig ist der etwas schmalere Stapel Holz.
Der fertige Stapel ist deutlich schmaler als die für das Ladegut

Nun überlege ich, was ich noch so bauen kann.

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